Flüchtlinge und Prävention von Typ-2-Diabetes

Zwangsläufig ändern sich in einem neuen Lebensraum die Ernährung und der Lebensstil eines Menschen und seiner Angehörigen. Diese Änderungen können rechtzeitig mit präventiven Maßnahmen begleitet werden, um mittel- und langfristig Gesundheitsrisiken zu minimieren. In Deutschland gibt es keine zentrale Stelle oder Institution, an die dieses wichtige Thema adressiert werden kann. Es gibt aber zahlreiche unterschiedliche Stellen und Institutionen, die zur Bearbeitung dieser Fragestellung in einen Dialog treten und Abläufe entwickeln können. Die Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Migranten der DDG greift das Thema auf und möchte mit einem ersten Infoblatt die entsprechenden Akteure dafür nachhaltig sensibilisieren.

Springer Medizin Verlag GmbH. MMW – Migranten mit Diabetes mellitus kulturspezifisch betreuen

Faize Berger, Vorsitzende der AG Diabetes und Migranten, hat in der aktuellen Ausgabe der MMW Fortschritte in der Medizin (2016.20/158 Springer Verlag GmbH) einen Beitrag für Hausärzte geschrieben. Zusammengefasst:

1.      Migranten mit Typ-2-Diabetes werden primär in der Hausarztpraxis behandelt.

2.      Genetische und kulturelle Unterschiede werden noch zu wenig berücksichtigt.

3.      Um diese Patienten erfolgreich behandeln zu können, ist eine kultursensible Haltung auch oder gerade des Praxispersonals gefragt.

4.      Die Verständigung in allen Bereichen muss gewährleitet sein.

In dem Beitrag finden Sie viele praktische Tipps zum Umgang mit Migranten.

Den Artikel können Sie hier herunterladen.

Dr. Ina Danquah für ihre Forschungsaktivitäten geehrt

Der Verein AGNA - African German Network (http://nanayaaasantewaa.de/“) vergibt jährlich Preise in den Kategorien zivilgesellschaftliches Engagement, Forschung & Entwicklung sowie Kultur & Medien. Auszeichnet werden Leistungen, die für die Entwicklung der Deutsch-Afrikanischen Beziehungen einen Beitrag leisten. In diesem Jahr wurden die Forschungsarbeiten von Dr. Ina Danquah vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung und Mitglied der AG Diabetes und Migranten der DDG in der Kategorie Forschung & Entwicklung mit den Nana Yaa Asantewaa (NYA) Awards gewürdigt.

Beginnend 2012 hat sie mit ihren Kooperationspartnern in der multizentrisch angelegten RODAM (Research on Obesity ans Diabetes among African Migrants) Studie die Häufigkeit von Typ-2-Diabetes und Adipositas, den relativen Beitrag von verhaltens- und umweltbedingten sowie genetischen Risikofaktoren und mögliche Präventions-/ Interventionsstrategien für die ghanaischen Bevölkerung untersucht. Sie setzt ihre Forschungsarbeiten bei dieser Bevölkerungsgruppe fort. Ihre Expertise in unserer AG Diabetes und Migranten ist von besonderer Bedeutung. Wir gratulieren Frau Dr. Danquah zu diesem Erfolg!

Kompendium Diabetes - Behandlung von Migranten

Dr. Mahmoud Sultan Diabetologe des Diabetes Zentrums in Berlin Kreuzberg hat in der aktuellen Ausgabe des Kompendium Diabetes (11. Jg., 2016; Thiemeverlag) zur Behandlung von Migranten mit Diabetes veröffentlicht. Er plädiert darin für eine kultursensible Versorgung dieser Patientengruppe und erklärt, dass es den typischen Migranten nicht gibt. Vielmehr ist eine differenzierte Betrachtung von Herkunft, Kultur und individueller Situation notwendig, um den Patienten erfolgreich behandeln zu können.

Den Artikel können Sie hier herunterladen.

Herr Dr. Sultan verfügt über langjährige Erfahrung in der Behandlung von Migranten und ist Mitglied der AG Diabetes und Migranten der DDG.

Diabetesbehandlung bei Migranten - religiöse und soziokulturelle Einflussfaktoren

Frau Ayse Ünal, Diabetesberaterin in Gelsenkirchen geht in der Ausgabe Diabetes aktuell 2016; 14 (1): 6-9 sehr ausführlich darauf ein, warum ein Umdenken in der Beratung und Schulung von Migranten bei Diabetesbehandlung dringlichst notwendig ist. Sie macht uns darauf aufmerksam, dass es nicht ausreicht, diese Patienten nur mit muttersprachlich verfassten Texten zu erreichen. Sie müssen diese auch inhaltlich verstehen.

Den Beitrag können Sie hier herunterladen

Ayse Ünal verfügt über langjährige Erfahrung in der Beratung und Schulung von Menschen mit Migrationshintergrund und Diabetes mellitus. Sie arbeitet mit türkische und arabische Patientengruppen.

Vergleich der stationären Versorgung des Diabetischen Fußsyndroms von Migranten und Nichtmigranten

Im April 2016 veröffentlichte Herr Dr. med. Jan Gewaltig, Oberarzt in der Klinik für Innere Medizin, Abteilung für Diabetologie der St. Martinus-Krankenhaus in Düsseldorf, die Ergebnisse der retrospektiven und unizentrischen Untersuchung zum „Vergleich der stationären Versorgung des Diabetischen Fußsyndroms von Migranten und Nichtmigranten“ beim Georg Thieme Verlag (DOI http://dx.doi.org/ 10.1055/s-0042-107468 Diabetologie).

Er weist auf die Wichtigkeit von weiterführenden und ergänzenden Untersuchungen an größeren stationären und ambulanten Kollektiven hin. Außerdem betont er die Notwendigkeit einer genauen Erfassung des Migrationsstatus.

Den Artikel können Sie hier herunterladen.

Herr Dr. Gewaltig verfügt über langjährige Erfahrung in der Behandlung von Migranten und ist Mitglied der AG Diabetes und Migranten der DDG

Einladung Fachtagung „Migration und Gesundheitsförderung“

Mit der Fachtagung zum Thema „Migration und Gesundheitsförderung“ hat sich die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) gemeinsam mit den an der Initiative beteiligten Kooperationspartnern das Ziel gesetzt, Akteure aus den Bereichen Gesundheitsförderung, Integration und Migration für die Themen kulturspezifische Gesundheitsförderung und Prävention zusammenzubringen und neue Ansatzpunkte für zukünftige Projekte und Maßnahmen zu entwickeln.

Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen bei der

Fachtagung „Migration und Gesundheitsförderung“. Möglichkeiten  und Herausforderungen am Beispiel der Initiative Lale – Iss bewusst & sei aktiv!

 

 

am Donnerstag, den 17. November 2016, 09.30 bis 15:30 Uhr

in der Jugendherberge Düsseldorf, Düsseldorfer Str. 1,

40545 Düsseldorf.

Neben einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan vom Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung und einem Talk mit Lale-Trainer/innen bieten vier Fachforen den Teilnehmer/innen die Möglichkeit, sich auszutauschen. Die Veranstaltung richtet sich an Multiplikator/innen in Nordrhein-Westfalen und bundesweit.

Mehr Informationen finden Sie im angehängten Schreiben. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich schon heute den Termin vormerken und diese Information auch gerne an Ihre Kontakte weiterleiten.

Mehr über Lale – Iss bewusst & sei aktiv! erfahren Sie auf unserer Webseite: www.lale-nrw.de.

 

Medizinische Versorgung von Asylsuchenden und Flüchtlingen

Das Institut für Qualität im Gesundheitswesen in Nordrhein IQN bietet für Ärztinnen und Ärzte eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema "Medizinische Versorgung von Asylsuchenden und Flüchtlingen" an.

Teilnehmer erhalten Informationen unter Berücksichtigung der neuen Regelungen und sonstigen Entwicklungen zum Aufnahmeverfahren und dem Leistungsspektrum der Gesundheitsämter. Sie erhalten Infos über Gesundheitszustand und mögliche Erkrankungen der Flüchtlinge, erfahren, in welchem Rahmen die Versorgung möglich ist und was vergütet werden kann. Als Abrundung soll auf die psychischen und kultursensiblen Aspekte eingegangen werden.

Datum: Mittwoch, 23.03.2016
Zeit: 15.30 - 19.00 Uhr

Ort:

 

Haus der Ärzteschaft
Tersteegenstr. 9
40474 Düsseldorf
   
Schriftliche Anmeldung erforderlich unter:
E-Mail: iqn(at)aekno.de
Fax 0221 4302 5751

Tel:



 

 

0211 4302 2751

Begrenzte Teilnehmerzahl!


 

 

Großer Erfolg auf der Diabetes Herbsttagung 2015

xxxx Referentinnen Afra Schmidt und Sr. Innocentia Omumuh und Organisatorin Faize Berger (v.l.n.r.)
xxxx Foto: Dirk Deckbar/KIT

Die AG Diabetes und Migranten war auf der Diabetes Herbsttagung mit zwei Veranstaltungen vertreten.

Das Symposium zum Thema „Diabetes und Migranten –Besonderheiten in Therapie und Behandlung“ war ausgesprochen gut besucht und wurde besonders geehrt durch die Anwesenheit von Herrn Prof. Mehnert. Informationen zum Symposium finden Sie hier.

Lesen Sie hier den Bericht der Medizinjournalistin Antje Thiel, die das Symposium besucht hat.

Auf reges Interesse stieß auch der Workshop der AG Diabetes und Migranten zu "Kulturellen Besonderheiten bei Diabeteserkrankungen".

Im Fokus lagen die Besonderheiten von Menschen mit Diabetes, die aus einem anderen Kultur- und Lebensraum stammen. Dieser Workshop informierte anhand von Beispielen aus dem Alltag von diabetologisch tätigen Ärzten und Diabetesassistenten und -beratern über Herausforderungen in Hinsicht auf die kulturellen Besonderheiten in der Behandlung und Schulung von Menschen aus dem fremden Kulturräumen und zeigte Lösungen auf. Hier geht es zum Bericht.

 

 

Krankheitsvorstellungen


In den DDG Informationen 5/2015 finden sie einen Artikel von

Frau Dr. rer. medic. Ina Danquah
Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke
Abteilung Molekulare Epidemiologie

zum Thema:

Krankheitsvorstellungen, kulturelle Faktoren und Therapiehürden:
Die Erforschung von Diabetes bei afrikanischen Bevölkerungsgruppen

DDG Informationen Heft 5/2015

- BildQuelle: RODAM Konsortium

Herzlichen Glückwunsch zum 25-jährigen Bestehen der AG Diabetes und Psychologie e.V.

30. Jahrestagung der AG Diabetes und Psychologie der DDG


Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums fand im Diabetes-Zentrum Bad Mergentheim die hervorragend besetzte internationale Fachtagung zum Thema „Psychosoziale Kompetenzen bei Menschen mit Diabetes – Von der Theorie zur Praxis“ statt. In dieser Veranstaltung wurde über den aktuellen Stand in der Forschung und deren Umsetzung ein sehr guter Überblick gegeben. Die Vorträge werden ab dem 05.10.2015 auf der Homepage der AG Diabetes und Psychologie zu lesen sein.


Diabetes-Mobil - Diabetesberatung auf Rädern

Diabetesberatung auf Rädern
Früherkennung und Beratung zum Thema Diabetes für türkischstämmige Bürgerinnen und Bürger und die ländliche Bevölkerung


Das Diabetes-Info-Mobil ist ein Projekt vom Landesverband NRW der DDH-M (Deutsche Diabetes-Hilfe - Menschen mit Diabetes) und diabetesDE. Mit dem Spendenprojekt "Diabetesberatung auf Rädern" ist es im Einsatz, um für Menschen mit türkischem Migrationshintergrund und Menschen in ländlichen Regionen den Zugang zu Diabetes-Prävention, Früherkennung und Aufklärung zu erleichtern. Auch die AG Diabetes und Migranten ist unter den Unterstützern.

Hier finden sie weitere Informationen zum Projekt.



Deutsch-Arabisches Wörterbuch

Langenscheidt Verlag schaltet Deutsch-Arabisch-Wörterbuch frei!


Der Langenscheidt-Verlag macht Flüchtlingen und Ehrenamtlichen, aber auch Akteuren in der gesundheitlichen Versorgung von Flüchtlingen ein begrüßenswertes Hilfsangebot und schaltet einen kostenlosen Zugang zum Online-Wörterbuch Arabisch frei!

Das Deutsch-Arabisches Wörterbuch ist direkt und ohne Login abrufbar.

Weitere Informationen finden Sie hier.