DDG Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Migranten

Kommunikation

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Im Versorgungsalltag stellt die Verständigung das Gesundheitssystem und mit ihm Ärztinnen und Ärzte, sowie Beratungs- und Schulungspersonal vor besondere Herausforderungen. Kulturspezifische Faktoren prägen Gesundheits- und Krankheitsverhalten. Es sind häufig zunächst Sprachbarrieren, die neben kulturellen Unterschieden und kulturbezogenen Stereotypen die Kommunikation zwischen Behandelnden und Patienten erschweren. Dadurch entstehen weitere Probleme in der Diagnostik, Therapie, Pflege und psychosozialen Betreuung.

Die AG Diabetes und Migranten hat folgende Projekte und Tools bereitgestellt, um die Kommunikation zu erleichtern:

  1. Research und Bereitstellung von fremdsprachigen Arbeitsmaterialien für Behandler und Betroffene zur Anwendung bei Schulung und Beratung von Menschen mit Diabetes mellitus Typ-2 und Typ-1, wenn diese aus einem anderen soziokulturellen und/oder sprachlichen Umfeld stammen. 
  2. Transkulturelles Beraterteam
    Das Transkulturelle Beraterteam der AG Diabetes und Migranten ist eine Gruppe von Diabetesberatern/innen aus unterschiedlichen Sprach- und Kulturräumen (Herkunftsländern) unter der Leitung von Faize Berger und Dr. Sema Sat. Sie beraten auf Patientenveranstaltungen Betroffene mit Migrationshintergrund niedrigschwellig zum Diabetes, klären auf und führen sie im Idealfall so in einen strukturierten Behandlungskontext. Darüber hinaus waren sie eingebunden in die Erarbeitung des Ernährungstools für die Praxisempfehlungen zum Thema Diabetes und Migration 2019 der DDG.
  3. Doccards
    Der Arbeitskreis zur Steigerung der Kultursensibilität in der ärztlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat handliche Checklisten als "Taschenkarten" erstellt, die DocCards, für erfolgreiche Arzt-Patienten-Gespräche. Der 2012 gegründete Arbeitskreis stellt die in dem mit EU-Mitteln geförderten Projekt "Fit for Diversity Skills" zur Verbesserung der interkulturellen Kompetenz für kommunale, soziale und klinische Arbeitsfelder entwickelten Merkkarten zusammen mit der Universitätsklinik Düsseldorf (UKD) in Form von sogenannte DocCards den entsprechenden Stellen und Institutionen zur Verfügung.
    Die AG Diabetes und Migranten hat sich mit diesem Projekt verknüpft und verteilt die Karten an Interessierte.
  4. Piktogramme Gesundheit für Illiterate

 

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